Gottesdienst

Wir feiern jeden Sonntag 
um 10 Uhr Gottesdienst 
in der LukasKirche.

Anschließend laden wir herzlich ein zum Kirchenkaffee.

 

Damit alle gut hören in der LukasKirche ist immer, wenn die Lautsprecher eingeschaltet sind, auch eine Induktionsanlage in Betrieb.

Kontakt

Evang.-Luth. LukasGemeinde
Waldstr. 18   91088 Bubenreuth

Pfarramt & Gemeindebüro
Tel.: 09131 28258
Fax.: 09131 973118
Bürozeiten:
Di. und Fr. 10.00 - 12.00 Uhr
Do. 16.00 - 18.00 Uhr

LukasKirche &
Gemeindezentrum

Bergstraße 7

Kinderkrippe "LukasKinder"
Emmi-Pikler-Weg 1
Tel.: 09131 4010140

 

 

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Konzeption

Unsere Konzeption zum Download als PDF

Emmi Pikler

Unsere Krippe orientiert sich an der Pädagogik Emmi Piklers:

Emmi Pikler war eine Kinderärztin, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Wien und Budapest lebte und arbeitete. Die Erfahrungen, die sie bei ihrer langjährigen hausärztlichen und pädagogischen Begleitung von Familien gewonnen hatte, führten zu einem Bewusstseinswandel in der Kleinkind-Pädagogik. 1946 gründete sie das Säuglingsheim Lóczy, das sie bis 1979 leitete. 


Bei einer Untersuchung von Heimkindern im Jahre 1964 fielen einige Kinder aus dem Säuglingsheim in der Lóczystraße dadurch auf, dass sie keine Symptome des Hospitalismus aufwiesen. Es folgten weitere Nachuntersuchungen (u. a. durch die Weltgesundheitsorganistion (WHO)), in denen bei keinem der Kinder Unterschiede zu in Familien aufgewachsenen Kindern gefunden wurden.

Die zwei Säulen der Pädagogik Piklers
Der Kern von Emmi Piklers Pädagogik besteht darin, die Würde und Kompetenz des Kindes, seine Eigeninitiative und -aktivität von Geburt an zu respektieren.
 Die zwei Säulen ihrer Pädagogik sind die achtsame Pflege und die freie Bewegungsentwicklung.

Die Säuglingspflege
Emmi Pikler ging davon aus, dass Säuglingspflege bereits Erziehung ist. Die Mehrzahl seiner sozialen Erfahrungen macht ein Säugling, während er gefüttert, gebadet, gewickelt oder an- und ausgezogen wird. Diese Tätigkeiten nehmen einen großen Teil der Zeit und der Zuwendung durch einen Erwachsenen ein. Erwachsene neigen oft dazu, diese Tätigkeiten eilig und möglichst effizient auszuführen. Es sind Notwendigkeiten oder "Arbeit", die am besten zügig gemacht wird, um dann ... ja, was dann? Mehr Zeit zu haben, mit dem Baby zu spielen?

Für das Baby gibt es diese Trennung Arbeit - Spiel aber nicht. Für das Baby ist alles spielerisches Lernen. Das Spielzeug ist genauso ein Forschungsobjekt wie das Hemdchen, das angezogen werden soll und das wiederum ist ein ebenso spannendes Spielzeug. Darum widmete Emmi Pikler der Qualität des Umgangs mit dem Kind ihre Hauptaufmerksamkeit. Wenn dieser von liebevollem Respekt bestimmt wird und die Hände, die es pflegen "tastend, empfindsam, behutsam und feinfühlig" sind, dann entspannt sich das Kind, so Piklers Beobachtung, und es fühlt sich aufgehoben und geliebt.

Im Emmi-Pikler-Institut wird bei jeder Pflegehandlung mit dem Kind gesprochen.

Die Kinderpflegerin erklärt, was sie tut und zeigt dem Kind jeden Gegenstand, den sie verwendet und jedes Kleidungsstück. Sie wartet, bis es bereit ist zu kooperieren. Bereits ein nur wenige Wochen altes Kind ist zu kooperativem Verhalten fähig. Pflege ist so verstanden Kommunikation. Das kleine Kind nimmt den Dialog auf: mit Blicken, Gesten, Bewegungen und später mit ersten Worten. So kommt es zu einem echten Zusammenspiel. Diese Art der Pflege befriedigt sowohl die körperlichen als auch die seelischen Bedürfnisse des Kindes: Am Ende ist es satt, ruhig und zufrieden.

Die freie Bewegungsentwicklung
Die zweite Säule ist die freie Bewegungsentwicklung. Jedes Kind lernt alle Bewegungsarten selbstständig zu seiner Zeit. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung bedarf es dazu keiner Förderprogramme wie ins Sitzen ziehen, an den Händen führen und ähnliches. Diese können für das Kind eher hinderlich sein, denn zum einen sind dann die Muskeln noch nicht so weit entwickelt, und zum zweiten gewinnt das Kind Selbstbewusstsein daraus, etwas aus eigener Kraft herausgefunden zu haben.

Überdies zeigen die Erfahrungen mit dieser Erziehungsweise, dass den Kindern wesentlich weniger Unfälle passieren als anderen Kindern. Ich halte das für sehr plausibel, denn die Kinder "gehen" auf diese Weise immer so weit, wie sie selbst gehen können, während andere Kinder einerseits oft schon in Situationen gebracht werden, die sie sich nicht selbst erarbeitet haben, andererseits mit übertriebener Vorsicht vor Erfahrungen bewahrt werden, die vielleicht auch mal eine kleine Beule bringen.

Zum Beispiel rutscht ein Kind auf der Rutsche erst, wenn es selbst die Leiter zur Rutsche hinauf – und falls es doch nicht rutschen mag – auch wieder herunter klettern kann. Es hat diese Höhe selbst erklommen, überblickt sie und wird die Talfahrt beim Rutschen voll Stolz und Selbstbewusstsein genießen.

Zur freien Bewegungsentwicklung gehört auch das freie Spiel. Nach der liebevollen Zuwendung während der Pflege hat das freie Spiel nach Emmi Pikler einen besonderen Stellenwert. Die Kinder erkunden selbst im freien und gemeinsamen Spiel die Umgebung, die Gegenstände und Spielsachen. Die Erzieherinnen sind in Hör- und Sichtweite, beobachten die Kinder aufmerksam, mischen sich aber nur in Krisensituationen in das Spiel der Kinder ein.

 Obwohl die Kinder also nicht "bespielt", herumgetragen oder ähnliches werden, erleben sie bei jedem Wickeln, Füttern und Anziehen mehrmals am Tag, dass sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, dass sie wichtig sind. Dies und der feste Rhythmus gibt ihnen Geborgenheit.



Diese zwei Säulen: die achtsame Pflege und Einfühlung und die freie Bewegungsentwicklung, das freie Spiel mit den anderen Kindern, sind die Basis der Pädagogik Emmi Piklers.

nach Priska Buchner